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Auf den Spuren der Adlerkrieger - ein Mahnmal gegen den Krieg erwandern


Bellum Aquilarum ist eine vom Bad Moos - Dolomites Spa Resort mitgetragene Initiative, die die Schauplätze des Ersten Weltkriegs in den Bergen bei Sexten dokumentiert und präsentiert. In diesem Sommer werden geführte Wanderungen zum historischen Basislager und zu den alten Stellungen durchgeführt, die einen authentischen Eindruck des Alltags an der Kriegsfront vermitteln.

Die fast senkrechten Felswände der Sextner Dolomiten wirkten wie eine Grenzmauer. Während des Ersten Weltkrieges führte die Südwestfront direkt vorbei an Sexten und konfrontierte die Menschen mit viel Leid und großen Opfern. Auf der Südseite bei Comelico waren die Stellungen der italienischen Alpini. Direkt gegenüber waren die österreichischen Kaiserjäger und der Deutsche Alpenkorps. Sexten war der einzige Ort mit deutschsprachiger Kultur, der dem Österreichisch-Ungarischen Reich angehörte und sich direkt an der Front befand. Auf beiden Seiten wurden umfangreiche Stellungen mit Bunkern, Stollen und Gräben erbaut, von denen viele heute noch existieren.

Der Verein Bellum Aquilarum (zu deutsch: Krieg der Adler) wurde von Erwin Lanzinger, dem Gründer des Resort Bad Moos, und Sextner Bürgern ins Leben gerufen. Aufgabe des Vereins ist es, die Ereignisse an der Front in den Sextner Dolomiten zu dokumentieren und Bewusstsein und Verantwortung gegenüber den Schrecken des Krieges zu fördern. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Initiative ist die Aufbereitung der Relikte des Krieges, die das Elend der betroffenen Soldaten und der Zivilbevölkerung anschaulich machen. Das Projekt umfasst ein Freilichtmuseum auf der Rotwand, ein historisches Museum und ein Dokumentationszentrum in Sexten. In diesem Sommer werden nun fachlich geführte Bergtouren angeboten, die zu den von den österreichisch-ungarischen Soldaten errichteten Stollen am Elferschartenspitz auf 2.650 Metern Höhe führen. Der Weg führt auf dem originalen Pfad, der damals hinauf zur Anderter Alpe verlief. Ein erfahrener Bergführer begleitet die Tour und erklärt die Höhenstellungen und Feldwachen an Rotwand und Elferkogel und zeigt die Verbindungen zum damaligen Basislager auf der Anderter Alpe. Ein wichtiger Aspekt sind dabei die enormen logistischen Herausforderungen und die schwierigen Bautätigkeiten im hochalpinen Gelände. Zusammen mit den Exponaten im Freilichtmuseum auf der Rotwand erfahren die Teilnehmer intensive Eindrücke vom Kriegsalltag in den Jahren 1915 und 1916 und von den Entbehrungen, die auch die Zivilbevölkerung betrafen.

Die geführten Touren durch die Stollenanlage auf der Elferscharte werden am 11. August, 25. August und 1. September angeboten. Die einfacheren Führungen zur Anderter Alpe gibt es jeden Freitag noch bis zum 30. September in deutscher Sprache. Bei der Planung Ihrer Wanderung steht Ihnen das Team der Hotelrezeption vom Resort Bad Moos mit Rat und Tat zur Seite.


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