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Die Königin der Musikinstrumente wird 90

Geschichten zum runden Geburtstag der Heldenorgel in Kufstein

 

Für das Jahr 2021 wurde die Orgel von den deutschen Landesmusikräten zum Instrument des Jahres gekürt. Ein besonderes Exemplar – die weltweit größte Freiorgel – ist im Bürgerturm der Festung Kufstein zu finden und feiert in diesem Jahr den 90sten Geburtstag. Die Heldenorgel, die täglich um 12.00 Uhr erklingt, ist für Einwohner und Gäste fest mit der Region verhaftet.

Um die Festung Kufstein wurde in ihrer über 800jährigen Geschichte oft gestritten und gekämpft. Einfach war das Verhältnis zwischen den Nachbarn Tirol und Bayern nicht immer. Heute hat die Festung einen durch und durch friedlichen Charakter. Und das symbolisiert nichts so gut und eindringlich wie die Heldenorgel, deren Konzert mit ihren 4948 Pfeifen jeden Mittag pünktlich um 12 Uhr der Stadt und dem Inntal eine besonders feierliche und erhabene Stimmung beschert. In den Sommermonaten Juli und August finden die Konzerte auch um 18 Uhr statt. Hören kann man das Konzert je nach Wind und Wetterlage bis zu den Gipfeln des Kaisergebirges in 10 km Entfernung. Für den akustisch besten Genuss empfiehlt sich allerdings der Zuhörerraum im Festungsneuhof. Von hier aus lässt sich im Anschluss an das Konzert, das Kufsteiner Wahrzeichen erkunden. 

 

Zur Premiere kam der Bundespräsident

Die Geschichte der Orgel begann 1924, als der Innsbrucker Max Depolo den Anstoß gab, auf der Festung eine große Freiorgel zu errichten. Depolo war vom Fach. Immerhin war er selbst nicht nur Kaiserjäger, also Mitglied des damals hochangesehenen und dem Kaiser direkt unterstellten Militärregiments, sondern noch Komponist des Kaiserjägerlieds. Bis 1931 sollte es dann dauern, bis die Orgel erbaut wurde. Zunächst umfasste sie 1813 Pfeifen, 26 Register, ein Glockenspiel und zwei Manuale. Wegen der enormen Größe gab es für den Organisten einen eigenen Spieltisch in 90 Metern Entfernung.  Offiziell eingeweiht wurde sie am 3. Mai 1931. Zu diesem Anlass sollen mehr als 20.000 Besucher nach Kufstein gekommen sein, darunter auch der damalige österreichische Bundespräsident Wilhelm Miklas.1971 wurde die Orgel modernisiert und dabei auf 4.307 Pfeifen sowie 46 Register auf vier Manualen erweitert. Eine weitere Modernisierung stand 2009 auf dem Programm. Der Spieltisch und die elektrische Traktur wurden erneuert und die Orgel auf die heutige Größe mit 4948 Pfeifen und 65 Register ausgebaut. Spieltisch und Klangkörper sind seitdem mit einem 100 Meter langen Glasfaserkabel verbunden. 

 

Seit 2009 ist Johannes Berger, gemeinsam mit 3 anderen Orgelspielern, der offizielle Organist auf der Kufsteiner Festung. Der mehrfach ausgezeichnete junge Musiker aus dem bayerischen Oberaudorf ist hier in Tirol für die weltberühmte Orgel und deren Konzerte verantwortlich – ganz im Sinne des grenzüberschreitenden Gedankens.

 

Dass die Orgel als Königin der Musikinstrumente geschätzt wird, hat seit einigen Jahren auch eine hochkarätige Bestätigung. Seit 2017 gehören Orgelbau und Orgelmusik zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Die Kufsteiner Heldenorgel ist dafür ein einzigartiges Beispiel und feiert in diesem Jahr immerhin schon ihr 90jähriges Bestehen. Passend zu diesem Jubiläum wurde die Orgel von den deutschen Landesmusikräten zum Instrument des Jahres 2021 gekürt. 

 

Die Festung Kufstein kann täglich von 11.00 bis 16.00 Uhr (letzter Einlass 15.00 Uhr) besichtigt werden. Mit der KufsteinerlandCard ist der Eintritt kostenlos. Weitere Informationen zur Heldenorgel und den Konzerten sind unter www.festung.kufstein.at zu finden.

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