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Kulinarische Entdeckungsreise durchs winterliche Kufsteinerland 

Auf den Spuren von regionalen Produzenten und traditionellen Schaubetrieben 

 

Zwischen dem Naturschutzgebiet Kaisergebirge im Osten und einer reizvollen Seenlandschaft im Westen erstreckt sich das Kufsteinerland als charmantes Tor zu den Tiroler Alpen. Rings um die mittelalterliche Festungsstadt Kufstein liegen wie hingewürfelt die 8 malerischen Orte Bad Häring, Ebbs, Erl, Langkampfen, Niederndorf, Niederndorferberg, Schwoich und Thiersee. Um diese Jahreszeit schaltet die Natur in den Sparmodus und wird zur glitzernd weißen Traumkulisse für entspannte Wintertage. Wunderbar stille Tage, wie geschaffen für das bewusste Genießen regionaler Köstlichkeiten aus der prall gefüllten Speisekammer des Kufsteinerlandes. 

 

Winterzeit, das bedeutet im Kufsteinerland auch Genusszeit. Und echte Genießer wissen: Wenn die Natur in den Winterschlaf fällt, lässt sich in aller Ruhe und Gemütlichkeit die bunte Vielfalt regionaler Köstlichkeiten entdecken und probieren. Auf den Spuren regionaler Spezialitäten Menschen über die Schulter zu schauen, die mit Leidenschaft und Engagement ihrer Berufung nachgehen, ist sicher eine der schönsten Arten das Kufsteinerland zu entdecken. Ein perfekter Ausgangspunkt für so eine kulinarische Entdeckungsreise ist die malerische Gemeinde Niederndorf mit ihrer Wallfahrtskapelle „Maria Heimsuchung“, einer von zahlreichen Kraftplätzen der Region und schon immer ein Ort inneren Einkehr. Wem der Sinn weniger nach Kontemplation und mehr nach Käse steht, sollte der Käserei Plangger einen Besuch abstatten. Haushoch türmen sich hier die Käselaiber auf langen Regalen. Eine Stiege führt vom Geschäft steil hinauf zum Verkostungsstüberl, von dem aus man einen Blick in den Felsenkeller werfen darf, in dem Tilsiter, Sennkäse & Co ganzjährig bei exakt 11 Grad reifen. 

 

Süße Versuchung beim jüngsten Lebzelter Österreichs

Nur einen Steinwurf entfernt von der Käserei Plangger kommen Naschkatzen bei Florian Kitzbichler auf ihre Kosten. Der 22-jährige hat sich einen Beruf ausgesucht, der schon mehr als 500 Jahre auf dem Buckel hat: Im Jahr 2020 hat sich der gelernte Konditor in Niederndorf mit seiner eigenen Lebzelterei selbständig gemacht und ist damit der jüngste Lebzelter Österreichs. Zwischen Oktober und Januar bringt Florian seine selbstgemachten Köstlichkeiten an die Frau und den Mann. Die Zutaten für seine Lebkuchen mischt er nach einem alten Geheimrezept aus Honig, Weizen- und Roggenmehl. Nach dem Kneten lagert der Teig mindestens einen Monat lang. Die Spezialität der Lebzelterei Kitzbichler sind die Lebkuchenstangen in Geschmacksrichtungen wie Kokos, Heidelbeer oder Marille. Aber auch der klassische Gewürzlebkuchen oder die „Bieberle“, der klassische Marzipanlebkuchen, sind gerade zur Weihnachtszeit sehr beliebt und am traditionellen Weihnachtsmarkt im Kufsteiner Stadtpark begehrte Ware.

 

Nose-to-tail in Niederndorfberg

Weiter geht´s im Nachbarort Niederndorferberg. Hier bewirtschaften Andrea und Anton Schwaiger den Erbhof Mitterthrey hoch über dem Tal auf dem Wildbichl, dort, wo man das Land Tirol über den Grenzübergang Sachrang nach Bayern verlässt. Nach alter Tradition und modernen Bio-Richtlinien werden hier würziger Berg-, Frisch- und Schnittkäse sowie wunderbarer Speck, Wurst und Kaminwurzen hergestellt. Die freilaufenden Hühner legen Bio-Eier, Früchte und Kräuter werden in der Küche verarbeitet. Auf ihrem Hof leben die Schwaigers aus Überzeugung eine nachhaltige Nose-To-Tail-Philosophie: Alle Rinder und Schweine werden von der Schnauze bis zum Schwanzerl, also vollständig, verwendet. Die wunderbaren Produkte von Familie Schwaiger können nach Vereinbarung direkt ab Hof, auf verschiedenen Wochenmärkten, sowie online auf www.genusskiste.at erstanden werden.

 

Geistreiches in Flaschen gefüllt

Wem nach dem vielen Schmankerl Verkosten der Sinn nach einem Verdauungsschnaps steht, der findet auf der anderen Seite des Inns bei Hans Stix in Thiersee eine hervorragende Auswahl.  Die Liebe zum Schnapsbrennen wurde dem Hans gewissermaßen in die Wiege gelegt. Seine Eltern hatten in der Oststeiermark eine kleine Landwirtschaft samt Obsthandel. Die Liebe zu seiner Frau Kathi lockte ihn vor 50 Jahren ins Kufsteinerland. Seitdem wird bei den Stix´ kräftig gebrannt. Besonders stolz ist Hans Stix auf seine Marillen- und Traubenbrände, mit denen er einige Sortensiege bei Tirol-Bewertungen sowie bei der internationalen Destillata-Bewertung heimholen konnte. Um Hochprozentiges dreht sich auch alles in der Edelbrandbrennerei Höck in Schwoich. 160 Birnen-, Zwetschken- und Apfelbäume auf den Streuobstwiesen von Manfred Höck liefern die Basis für die hochwertigen Edelbrände. Auch mit Likören experimentiert der Edelbrandsommelier: Seinen köstlichen Honig-Ingwer-Likör kreiert er speziell für die Vorweihnachtszeit. Und wer die hohe Kunst des Schnapsbrennens selbst erlernen möchte, schaut einfach bei Albert Schmider in der Schaubrennerei „Zum Messerschmied“ in Ebbs vorbei. 

 

Kreative Braukunst aus Tirol

Als krönender Abschluss der Genusstour im Kufsteinerland steht schließlich ein Besuch der Brauerei Bierol in Schwoich auf dem Programm. Die Jungs von Bierol brauen auch nur mit Wasser, allerdings mit bestem Gebirgswasser aus der hauseigenen Quelle in Schwoich. Der junge Bierbrauer Christoph Bichler ist Hand, Herz und Hirn der jungen Marke, die vor mittlerweile sechs Jahren gegründet wurde. Das Bierbrauen liegt Christoph quasi in der DNA: Sein Vater war mit dem „Stöfflbräu“ einer der ersten regionalen Bier-Produzenten in Tirol. Rund 150 Biersorten wurden seit den Anfängen der jungen Marke in Schwoich gebraut. Wer die Indian Pale Ales von Bierol verkostet, wird im ersten Moment erstaunt sein über das fruchtige Aroma der unterschiedlichen Biersorten. Man meint, Zitrusfrüchte zu erschmecken, Apfel oder Ananas – das Aroma aber rührt allein vom Hopfen her. Was Bierol auszeichnet, ist der Erfindergeist und deshalb finden immer wieder auch ein paar andere Zutaten den Weg in den Braukessel. Das dunkle Bier "Bomboclaat" wurde beispielsweise mit gerösteten Kakaobohnen und Kokosflocken verfeinert und zeichnet sich durch einen besonders feinen, zartschmelzenden Geschmack aus. Das frische Bier vom Fass genießt man am besten direkt im Taproom & Restaurant, das vom Gault & Millau Österreich mit einer Haube ausgezeichnet wurde. Auch hier gilt Bier als Familiensache: Christophs Schwester Caroline Bichler ist Herrin über die Zapfhähne. 

 

Wer noch mehr Lust auf regionale Produkte aus dem Kufsteinerland hat, sollte sich die Liste der nachhaltigen Produzenten der Kaiserweis’-Initiative ansehen. Über 37 Betriebe freuen sich auf Genussurlauber und Schmankerlfans, die zum Schauen, Staunen und Verkosten vorbeikommen. Eingekauft darf natürlich auch werden oder man lässt sich die Kaiserweis’-Genusskiste in die Urlaubsunterkunft liefern. Übrigens erledigt dem Vernehmen nach hier auch das Christkind seine Weihnachtseinkäufe.

Alle Betriebe sind unter www.kufstein.com/de/ausflugsziele-sehenswuerdigkeiten-tirol/regionalitaet/kaiserweis.html zu finden. 

 

 

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