Fahrradreiterpaar

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Radwege durch die Metropolregion Hamburg:

Zwischen Schlössern, Städten und am Meer entlang 

 

Aussichtsreich, erholsam, sportlich: mit dem Fahrrad gibt es viele Möglichkeiten, die Metropolregion Hamburg bequem auf zwei Rädern zu entdecken. Vom Elbstrand an die See oder flankiert von märchenhaften Schlössern und blökenden Schafen - das Radwegenetz ist überall weit verzweigt. Und wer es urbaner mag, findet ebenfalls abwechslungsreiche Ziele, denn auch in den Städten des Nordens lässt es sich bestens radeln. Aufgrund der oft flachen Topographie sind die Wege selbst mit wenig Kondition oder auch für den Radel-Nachwuchs gut zu bewältigen. Im Wechsel der Jahreszeiten färbt sich die Landschaft stets neu. Das macht viele Touren so schön, dass man sie gleich doppelt fahren möchte.

 

Umweltfreundlich auf Entdeckungstour: Hamburg per Rad

Hamburgs auf 560 Kilometern verzweigtes Radwegenetz ermöglicht jede Form von Unternehmung. Schnell bewegt man sich auf dem Bike von Stadtteil zu Stadtteil, von Sehenswürdigkeit zu Ausflugsziel. Das StadtRAD, ein mit über 170 Stationen weit verbreitetes Leihsystem, begünstigt die umweltfreundliche Mobilität in der Stadt und ist auch für Urlauber besonders praktisch und unkompliziert nutzbar.

 

Die historische Alt- und Neustadt Hamburgs lässt sich auf dem „Grünen Ring“ entdecken. Die Tour verläuft zentrumsnah auf den ehemaligen Wallanlagen, tangiert die Parkanlage „Planten un Blomen“ und gibt unvergessliche Ausblicke auf die Alster mit ihrer bis zu 96 Metern hohen Fontäne und den weißen Segelbooten frei. Auch die Architektur kommt nicht zu kurz, denn die Runde führt an der Kunstmeile vorbei. Galerie der Gegenwart, Kunsthalle, Museum für Kunst und Gewerbe und die Deichtorhallen sind einen Zwischenstopp wert, bevor es in die historisch interessante Hafencity geht. Spätestens an den Landungsbrücken belohnt man sich mit Fischbrötchen oder einem kühlen Drink in einem der Beach-Clubs. Die Tour ist knapp sieben Kilometer lang und weist kaum Höhenunterschiede auf.

 

Doch Hamburg bietet auch Berge und Strand. Das beweist eine sechzehn Kilometer lange Passage, die von den Landungsbrücken über Teufelsbrück nach Wittenbergen immer entlang der Elbe führt. Hier passiert alles, was einen Fahrradausflug herausfordernd macht. Vom Fischmarkt bis nach Neumühlen sind Schiffe und Hafen so gut zu sehen, dass man die Weiterfahrt nicht vergessen darf. Auf den schmalen Wegen vor den Kapitänshäusern in Övelgönne tummeln sich an sonnigen Tagen zahlreiche Besucher. Gegenseitige Rücksichtnahme ist gefragt. Aber die Strecke ist so schön - selbst schiebend macht sie Spaß. Hinter Teufelsbrück lohnt ein Blick landeinwärts: Es wird vornehm. Das Treppenviertel, jenes bekannte weiße Viertel mit Villen und Kapitänshäusern von Blankenese, gehört zu den beliebtesten und teuersten Wohnquartieren der Stadt. Ausgeruht wird am Elbstrand in Wittenbergen im Schatten des Leuchtturms. Und wer wirklich nicht genug bekommt: Bausberg, Waseberg und Mühlenberg sind bis zu 91,6 Meter hoch. Ein Katzensprung von hier.

 

Mit Seeblick oder zwischen Baumalleen durch Mecklenburg-Vorpommern

Zu Mecklenburg-Vorpommern gehört das Meer wie der Fahrtwind zum Rad. Eine abwechslungsreiche Tour vom staatlich anerkannten Seeheilbad Boltenhagen über die Wismarer Bucht bis zur Halbinsel Poel bedient genau diese Sehnsucht. Start der 40 Kilometer langen Strecke ist auf der Boltenhagener Seebrücke. Nach einem Blick auf Strand und Steilküste geht es durch die ursprüngliche Landschaft des Klützer Winkels nach Zierow. An sommerlichen Tagen bietet sich ein Bad am Naturbadestrand in Eggers Wiek an. Bei kühleren Temperaturen lohnt die Fahrt bis Wismar. Die von Backsteinhäusern dominierte Stadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, lässt sich prima auf dem Welterbe-Lehrpfad entdecken. Doch nicht zu lange. Denn noch sind einige Kilometer zu bewältigen, bis die Fahrt am Hafen Timmendorf auf der Insel Poel endet. Fisch direkt vom Kutter, feiner Sandstrand oder ein romantischer Blick auf den Leuchtturm vor der Küste belohnen zusätzlich nach dieser schönen Tour.

 

Genauso reizvoll, jedoch in fünf Etappen unterteilt, ist der 285 Kilometer lange Residenzstädte-Rundweg, der Radler von der Küste in das Binnenland Mecklenburg-Vorpommerns führt. Unterbrochen von Feldrainen, Dörfern und schattenspendenden Alleen reihen sich herrschaftliche Gutshäuser, Sommersitze und Jagdschlösser wie Perlen einer Kette aneinander. Der maritime Einfluss schwindet, sobald man die Hafenstadt Wismar südlich verlässt. Rund 40 Kilometer sind es bis nach Schwerin. Der Blick über den Schweriner See, in dem sich das märchenhafte Schloss spiegelt, verzaubert. Gut ausgeruht geht es weiter. Wieder stehen 40 Kilometer an, wieder lockt ein Schloss als Belohnung. Ludwigslust mit seiner ausgedehnten Parkanlage kann sich mit der Landeshauptstadt messen. Und auch Neustadt-Glewe mit der ältesten erhaltenen Wehrburg der Region, das Kloster Dobbertin oder das Ernst Barlach Museum in Güstrow sind die Weiterfahrt wert. 

 

Dem Salz auf der Spur: Historische Wege durch Schleswig-Holstein

Von Lüneburg im Süden der Metropolregion bis Lübeck im Norden sind es rund 116 Kilometer. Die Geschichte der beiden Städte ist durch den Salzhandel eng miteinander verknüpft und wird auf historischen Handelswegen von Radfahrern neu entdeckt. Die „Alte Salzstraße“ verbindet die Hansestädte und führt durch das Herzogtum Lauenburg. Ein erster Zwischenstopp lohnt im Kloster Lüne. Technikfans kommen entlang der Strecke am Schiffshebewerk Scharnebeck, an zahlreichen Schleusen und einer Drahtseilfähre ins Staunen. Von der Eulenspiegelstadt Mölln geht es weiter in die Altstadt von Lübeck, wie Wismar ein Weltkulturerbe der UNESCO. Endpunkt der „Alten Salzstraße“ ist das Seebad Travemünde, wo ein Sprung in die Ostsee einen erfrischenden Ausklang bietet.

 

Kürzere Passagen für weniger Ausdauernde bietet Schleswig-Holstein rund um Glückstadt an der Elbe. Die zehn sogenannten „Glücks-Routen“, 18 bis 36 Kilometer lang, führen ans Wasser, über Deiche, entlang von Gemüsefeldern oder durch duftende Obstplantagen. Der Blick über die endlose Weite der Marsch und der Elbe wartet beinahe hinter jeder Wegbiegung und von den Deichen. Urige Bauernhöfe, malerische Reetdachhäuser und verzweigte Wasserwege verzieren die Landschaft und mit der ordentlichen Portion Rückenwind geht es besonders genüsslich durch die Region.  Gemüsetörn, Storchentörn, Deichtörn, Obststörn sind nur einige der klingenden Namen der Glücks-Routen, die garantiert für jeden Geschmack ein Thema liefern. 

 

Ein besonderer Tipp liegt ganz im Süden der Metropolregion Hamburg: Die niedersächsische Region Uelzen südlich von Lüneburg ist eine vom ADFC zertifizierte RadReiseRegion. Sie gilt als ideales Ziel. Rund 1.000 Kilometer beschilderte Radwanderwege, meist fernab vom Autoverkehr, durchziehen Heideflächen, Auen, Naturschutzgebiete und schattige Wälder. Wer sich wirklich auspowern will – hier ist das möglich.

 

Weitere Ideen für erlebnisreiche Aufenthalte in der Metropolregion Hamburg gibt es auch auf www.visitnortherngermany.de.

 

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